Nutzer*innen

Nutzer*innenbeirat

Der Nutzer*innenbeirat muss alle 4 Jahre in einer demokratischen Wahl von den Nutzer*innen der Initiative…e.V. gewählt werden.
Im Juni 2016 wurde der Nutzer*innenbeirat erstmals gewählt, im Juni 2018 erfolgte nach dem Ausscheiden einiger Mitglieder eine Nachwahl neuer Mitglieder.

Der Nutzer*innenbeirat hat einen gesetzlichen Auftrag (Bremisches Wohn- und Betreuungsgesetz, Heimmitwirkungsverordnung), der sich auf folgende Bereiche bezieht:

  • Maßnahmen zur Teilhabe: Wie gut gelingt es dem Betreuten Wohnen, Teilhabe am Leben im Stadtteil und in allen anderen Bereichen des Lebens zu ermöglichen?
  • Qualitätssicherung: Wie gut ist die Betreuung, kann man sich auf die Qualität verlassen?
  • Aufenthaltsbedingungen: Wie ist der Zustand der Wohnungen, die die Initiative…e.V. vermietet?
  • Freizeitgestaltung: Sind die Freizeitgruppen ausreichend, gibt es Freizeitangebote der Teams?
  • Selbstbestimmung: Unterstützen die Betreuer*innen die Selbstbestimmung der Nutzer*innen, schaffen sie Wahlmöglichkeiten?
  • Finanzen und Leistungen: Wie wird das Betreute Wohnen finanziert, wofür werden die Gelder verwendet?

Der Beirat vertritt die Interessen der Nutzer*innen gegenüber dem Vorstand und in Gremien.
Er sollte aus neun Personen bestehen, die teils betreut werden und teils externe Mitglieder sind.
Der Nutzer*innenbeirat sollte regelmäßig tagen. Zu bestimmten Themen werden Gäste eingeladen.
Einmal im Jahr sollte der Beirat eine Nutzer*innenversammlung einberufen.

Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie ist es leider nicht gelungen, die anstehende Neuwahl zu organisieren. Die Arbeit des Nutzer*innenbeirats ruht daher zur Zeit.
Wir hoffen darauf, dass die erneut zur Wahl stehenden, aktiven Beiratsmitglieder mit unserer Unterstützung bald wieder arbeitsfähig sind und das Vertretungsorgan für die Nutzer*innen des Betreuten Wohnens wieder aufgebaut werden kann.

Vielleicht interessieren Sie sich trotzdem für den Flyer des Nutzer*innenbeirats.

Beteiligung

Nutzer*innen-Orientierung – Einbeziehung von Nutzer*innen – Nutzer*innen-Beteiligung

Seit Gründung ist unsere Grundhaltung nutzer*innenorientiert zu arbeiten.
Die Anliegen der von uns betreuten Menschen sind für uns handlungsleitend.

Unter Nutzer*innen-Orientierung verstehen wir u. a.:

  • die Beteiligung der betreuten Personen an der Hilfeplanung
  • die Wahrnehmung und Akzeptanz individueller Bedürfnisse in der Betreuung
  • eine empathische Unterstützung in allen Lebenslagen
  • die Förderung der Selbstwirksamkeit unserer Nutzer*innen
  • selbstkritische Hinterfragung von Organisationsstrukturen

Folgendes dient der Einbeziehung von Nutzer*innen:

  • Teilnahme von Nutzer*innen an internen Gremien
  • Förderungen der verantwortlichen Mitwirkung von Nutzer*innen (z. B. in Projekten und Gruppenangeboten)
  • Ausbildung von EX-IN Genesungsbegleiter*innen
  • Begegnungen außerhalb von Betreuungssituation (z. B. Treffen mit der Leitung)

In den letzten Jahren fördern wir zunehmen eine wirkungsvolle Beteiligung von Nutzer*innen. Das bedeutet für uns: Strukturell verankerte Prinzipien stellen sicher, dass Nutzer*innen in einem definierten Rahmen reale Mitgestaltungsmöglichkeiten erhalten.

Unter Nutzer*innen-Beteiligung verstehen wir z. B.:

  • Durchführung von Nutzer*innen-Befragungen durch die EXPA e.V.
  • Beschäftigung von EX-IN Absolvent*innen
  • Mitgliedschaft im Verein „Initiative…e.V.“ und Vertretung im Aufsichtsrat
  • Bildung eines Nutzer*innenbeirats

Genesungsbegleitung

In unserem Arbeitsbereich FOKUS werden seit 2005 Menschen ausgebildet, die sich nach überstandenen psychischen Krisen wieder stabilisiert haben und mit ihren Erfahrungen andere Betroffene auf deren Genesungsweg begleiten können. EX-IN heißt die Qualifizierungsmaßnahme, der Name kommt aus dem Englischen „Experienced Involvement“ = Einbeziehung von Erfahrenen.

Genesungsbegleiter*innen sind aus der bremischen sozialpsychiatrischen Versorgungslandschaft nicht mehr wegzudenken, sie arbeiten in stationären und ambulanten Settings, als Fürsprecher*innen und werden in Gremien gehört. Dieser Ansatz befördert eine wirkliche Qualitätsverbesserung.

Die Initiative…e.V. unternimmt viele Anstrengungen Genesungsbegleiter*innen zu beteiligen und zu beschäftigen. EX-IN-ler*innen sind z.B. im Nutzer*innenbeirat vertreten, finden Beschäftigung im Betreuten Wohnen, sind maßgeblich an allen FOKUS-Projekten beteiligt, führen Gruppenangebote durch und werden mit der Durchführung von Nutzer*innenbefragungen beauftragt.

Auf den Homepages des Arbeitsbereichs FOKUS finden Sie dazu viele Informationen https://fokus-fortbildung.de

Hinweisen möchten wir auch auf die „Expert*innen Partnerschaft im Trialog“ – Die EXPA e.V.

Auf deren Homepage www.expa-trialog.de finden Sie ebenfalls vieles zum Thema Genesungsbegleitung.

Die EXPA e.V. ist ständiger Gast unseres Arbeitsbereiches FOKUS
in der Gröpelinger Heerstr. 246 a, 28237 Bremen

Beschwerde – Fürsprache

Die Informationen sind auf unserer Seite unter https://izsr.de/angebote/#beschwerde zu finden