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Ambulant Betreutes Wohnen

Die Betreuung als qualifizierte Assistenz

Das Ambulant Betreute Wohnen ist ein Angebot für erwachsene Menschen, die aufgrund von

  • psychischer Erkrankung,
  • Abhängigkeitserkrankung (legale und illegale Suchtmittel),
  • sogenannter geistiger Behinderung

Hilfen zur Alltagsbewältigung im Bereich Wohnen benötigen und diese auch annehmen möchten.

Wir bieten psychosoziale, pädagogische und lebenspraktische Hilfen für alleinlebende Personen in einer eigenen Wohnung. Für Menschen, die nicht gerne alleine leben möchten, kommt die Aufnahme in eine Wohngemeinschaft in Frage.

Grundlage unserer Arbeit ist die Betreuungsbeziehung zu unseren Nutzer*innen, die durch Akzeptanz und Einfühlung geprägt ist. Die individuellen Bedürfnisse sind der Ausgangspunkt unserer Hilfen, die Selbstbestimmung zu stärken ist unser Ziel. Wir arbeiten sensibel mit traumatisierten Menschen und unterstützen auch bei schwierigen Lebensgeschichten.

Das Betreute Wohnen kann eine auf Dauer angelegte Lebensform sein und eine Alternative zum Leben in einer besonderen Wohnform (z. B. Heim) sein. Wenn die Nutzer*innen allerdings nach einer Phase der Begleitung und Unterstützung wieder unabhängig leben möchten, fördern wir das sehr gerne. Ein tragendes soziales Umfeld oder andere Unterstützungsangebote (z. B. Arbeitsstelle) können hierbei hilfreich sein und werden von uns einbezogen.

Wir unterstützen ganz praktisch (Ernährung, Haushaltsführung, Hygiene, Umgang mit Geld) und leiten dabei an, diese Dinge selbständig zu tun. Die Nutzer*innen des Betreuten Wohnens können sich in Gesprächen entlasten, Perspektiven entwickeln und das psychische Wohlbefinden verbessern. In Krisen begleiten wir die Nutzer*innen und unterstützen diese in dem Wunsch nach einer selbstbestimmten Bewältigung.

Die Hilfen werden als qualifizierte Assistenz im Rahmen der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX geleistet und die Gewährung setzt ein Hilfeplanverfahren durch den Fachdienst Teilhabe voraus.

Wir hoffen, Sie mit unserem Angebot und unseren Leistungen gut unterstützen zu können.

Ihre Leitungen des Betreuten Wohnens: Christoph Engels und Sabrina Mannott

Die genauen Zuständigkeiten entnehmen sie bitte dem Organigramm Betreutes Wohnen

Ziele

Wir haben viel Erfahrung, Sie bei diesen Ziele zu unterstützen:

  • am gesellschaftlichen Leben teilhaben und soziale Beziehungen gestalten
  • soziale Isolation und Vereinsamung vermeiden
  • eine selbstbestimmte und eigenverantwortliche Lebensführung aufbauen und festigen
  • sich persönlich entwickeln und lebenspraktische Fähigkeiten verbessern
  • Hilfen zur Verbesserung der psychischen und körperlichen Gesundheit nutzen
  • eine Tagesstruktur (z. B. Arbeit und Freizeit) aufbauen und Angebote nutzen
  • über persönlicher Rechte informiert sein und diese wahren
  • gemeinsam rechtliche, finanzielle sowie behördliche Angelegenheiten regeln
  • eine eigene Wohnung finden und diese sichern
  • einen dauerhaften Klinik- und Heimaufenthalt vermeiden

Für die verschiedenen Betreuungsbereiche können spezifische Ziele hinzukommen.

Wohnen

Die Nutzer*innen des Betreuten Wohnens haben entweder eine eigene Wohnung oder mieten (falls vorhanden) eine Wohnung der Initiative…e.V. mit einem Untermietvertrag an, die in der Regel selbst möbliert wird. Die Initiative…e.V. bietet einige Apartments mit Kontakt zur Hausgemeinschaft an.

Nutzer*innen, die in einer betreuten Wohngemeinschaften leben, erhalten einen Mietvertrag für ein eigenes Zimmer, das (außer im Drogenbereich) selbst möbliert wird. Gemeinschaftsräume sind ausgestattet und werden gemeinsam genutzt und auch gereinigt. Damit das Zusammenleben funktioniert, müssen folgende Regeln eingehalten werden:

  • Beteiligung an der Haushaltsführung
  • Teilnahme an den Besprechungen in der Wohngemeinschaft
  • Rücksicht gegenüber Mitbewohner*innen und Nachbar*innen
  • keine Gewalt
  • Wenn die Betreuung endet, sind die Mieter*innen angehalten, sich eine eigene Wohnung zu suchen.

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Bereich Psychiatrie

Lesen Sie auch die Informationen unter den Menüpunkten: Betreutes Wohnen – Ziele – Wohnen.

Chronisch psychisch krank zu sein, verunsichert in hohem Maße. Früher vorhandene Kompetenzen sind oft verschüttet, den Alltag alleine zu meistern, scheint unmöglich. Im Ambulant Betreuten Wohnen begleiten wir die Nutzer*innen dabei, alltägliche Anforderungen wieder zu bewältigen, persönliche Dinge zu ordnen und soziale Beziehungen zu durchdenken. Bei den regelmäßigen werktäglichen Besuchen der Betreuer*innen können sich Nutzer*innen des Betreuten Wohnens entlasten, Mut fassen und Ziele für das weitere Leben entwickeln. Der Umgang mit evtl. erneut auftretenden Krisen kann gemeinsam vorbereitet werden und diese sind dann vielleicht nicht mehr so existenziell bedrohlich. Wir möchten vermitteln, dass es Hoffnung auf einen besseren und selbstbestimmten Umgang mit der psychischen Erkrankung gibt und dass gesellschaftliche Teilhabe möglich ist. „Recovery“, „Empowerment“ und „Inklusion“ sind Schlagworte, die unsere Haltung beschreiben.

Frauenprojekt im Bereich Psychiatrie

Lesen Sie auch die Informationen unter den Menüpunkten: Betreutes Wohnen – Ziele – Wohnen.

Unsere Mitarbeiter*innen sind darauf spezialisiert, Frauen mit psychischen Erkrankungen aufgrund von Traumatisierungen und Gewalterfahrung zu unterstützen, dazu gehören auch Frauen mit dissoziativen Persönlichkeiten. Wir gehen auf deren spezielle Bedürfnisse ein und gewähren Schutz, soweit das im ambulanten Rahmen möglich ist. Das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft mit gleichermaßen betroffenen Frauen stärkt die Selbsthilfepotentiale und beugt einer Vereinsamung vor.

Die gemeinsame Entwicklung von Maßnahmen zum Schutz vor weiterer Gewalterfahrung und zur Reduzierung selbstschädigender Verhaltensweisen kann ein wichtiger Baustein sein. Die Zusammenarbeit mit externen Therapeut*innen kann hier ebenso förderlich sein, wie die Entwicklung einer stabilisierenden Tagesstruktur, z.B. der Besuch des Frauenraums EigenArt.

Bereich Sucht (legale Suchtstoffe)

Lesen Sie auch die Informationen unter den Menüpunkten: Betreutes Wohnen – Ziele – Wohnen.

In der Abwärtsspirale, in der durch süchtiges Verhalten alles bedroht ist, kann das Ambulant Betreute Wohnen ein hilfreiches Angebot sein. Ob Alkoholabhängigkeit, Medikamentenmissbrauch oder Spielsucht, die Entwicklung individueller Bewältigungsstrategien in Bezug auf das Suchtverhalten ist für die Nutzer*innen angezeigt, wenn diese ihre gesundheitliche und soziale Lage stabilisieren und verbessern wollen. Mit Hilfe von vereinbarten Verhaltensregeln (Konsumfreiheit) und regelmäßigen werktäglichen Besuchen der Betreuer*innen entsteht ein Lebensumfeld, in dem Abstinenz möglich ist. Der Besuch von Selbsthilfegruppen wird dabei dringend angeraten. Rückfälle kommen vor, haben aber nicht unmittelbar den Ausschluss aus der Gemeinschaft (z.B. Wohngemeinschaft) zur Folge, sondern werden bearbeitet. Entgiftung und Therapie können durch die Betreuer*innen organisiert und begleitet werden. Nur wenn Nutzer*innen sich absolut nicht an vereinbarte Abstinenzgebote halten wollen, müssen diese sich einen anderen Lebensort suchen. Solange eine eigene Wohnung gehalten werden kann und die gesundheitliche Verfassung ausreichend stabil ist, kann auch eine akzeptierende Begleitung im Ambulant Betreuten Wohnen erfolgen.

Unsere Mitarbeiter*innen haben auch vielfältige Erfahrungen in der Begleitung von Nutzer*innen mit einem Suchtproblem und einer psychiatrischen Diagnose.

Bereich Drogen

Lesen Sie auch die Informationen unter den Menüpunkten: Betreutes Wohnen – Ziele – Wohnen.

Die Nutzer*innen des Betreuten Wohnens im Bereich Drogen sind oft durch sehr schwierige Lebensumstände geprägt. Wohnungslosigkeit, Strafverfolgung, Verschuldung, Verlust der sozialen Beziehungen außerhalb der Drogenszene, massive gesundheitliche Probleme – diese ungünstigen Voraussetzungen werden gemeinsam mit den Betreuer*innen angegangen. Die Nutzer*innen kommen zur Ruhe, findet regelmäßige Ansprache und eine Heimat, regeln ihre Dinge und entwickeln eine Strategie das Suchtverhalten zu bewältigen. Einige Nutzer*innen entscheiden sich für Entgiftung und Therapie, andere für die Substitution. Die Betreuer*innen unterstützen diese Prozesse und gemeinsam werden Ideen zur Rehabilitation entwickelt, z. B. die Erlangung einer Beschäftigung.

Für eine Gruppe von Nutzer*innen geht es aber auch nach diversen gescheiterten Versuchen abstinent zu leben darum, zumindest die gesundheitliche Verfassung und die weiteren Lebensumstände zu stabilisieren. In diesen Fällen begleiten die Betreuer*innen mit einer akzeptierenden Haltung.

Frauenprojekt im Bereich Drogen

Lesen Sie auch die Informationen unter den Menüpunkten: Betreutes Wohnen – Ziele – Wohnen.

In unserem Wohnprojekt für Frauen mit einer Drogenproblematik gehen wir auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen ein, setzen aber auch klare Regeln durch und gewähren somit einen Schutzraum vor weiterer Gewalterfahrung und Verelendung, z. B. durch Prostitution. Die Nutzerinnen haben Gelegenheit ihre oft traumatischen Erfahrungen in ihre Lebensgeschichte zu integrieren und zur Ruhe zu kommen und ihren weiteren Lebensweg mit Unterstützung zu planen und umzusetzen.

Wenn drogenabhängige Frauen schwanger werden oder bereits Kinder haben, können wir diese (und ggf. die Kindsväter) in ihren Lebensumständen begleiten und kooperieren dabei intensiv mit Ärzt*innen, dem Jugendamt, Substitutionsprojekten der comeback gmbh etc. Unsere Parteilichkeit richtet sich auf die von uns betreuten Nutzer*innen, wenn diese in der Lage sind, einen regelmäßigen Kontakt mit ihren Kindern zu halten ggf. auch mit ihnen zusammenzuleben. Dabei wahren wir allerdings gemeinsam mit dem Jugendamt sehr deutlich den Blick auf das Kindeswohl, was absolute Priorität hat.

Junge, drogenabhängige Menschen

Lesen Sie auch die Informationen unter den Menüpunkten: Betreutes Wohnen – Ziele – Wohnen.

In der Betreuung dieser Zielgruppe orientieren wir uns klar am Abstinenzgebot und verfolgen gemeinsam mit den Nutzer*innen und Kooperationspartner*innen diese Ziele

  • Verringerung des Drogenkonsums
  • Orientierung auf ein drogenfreies Leben
  • Vermittlung in Beschäftigung, Schule und Ausbildung
  • Entwicklung einer sinnvollen Freizeitgestaltung
  • Befähigung zu einer selbständigen Lebensführung

Bereich Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung

Lesen Sie auch die Informationen unter den Menüpunkten: Betreutes Wohnen – Ziele – Wohnen.

Nutzer*innen dieses Betreuungsbereichs sind häufig an klassischen Versorgungsangeboten für geistig behinderte Menschen gescheitert. Freiheitsbedürfnis und die Schwierigkeit, sich an vorgegebene Strukturen anzupassen, sind Grundkonstellationen bei vielen Nutzer*innen, die aufgrund von Lernbehinderung, Entwicklungsverzögerung und anderen behinderungsbedingten Einschränkungen, im Ambulant Betreuten Wohnen leben. Unsere Mitarbeiter*innen begegnen diesen Nutzer*innen geduldig und empathisch und fördern die Selbstbestimmung, unterstützen aber auch verlässlich dort, wo eigene Ressourcen fehlen. So ist die Erreichbarkeit der Betreuer*innen großzügiger geregelt und gemeinsame Aktivitäten finden häufiger statt. Themen sind außerdem das Finden und Durchhalten einer Beschäftigung und das Leben in einer Paarbeziehung. Die Mitarbeiter*innen begleiten ggf. auch Schwangerschaften und Familienkonstellationen, dabei kooperieren sie sehr eng mit dem Jugendamt und anderen Partner*innen. Die Wahrung des Kindeswohls hat dabei höchste Priorität.

Unsere Mitarbeiter*innen haben auch vielfältige Erfahrungen in der Begleitung von Nutzer*innen mit einer sogenannten geistigen Behinderung und einer psychiatrischen Diagnose bzw. einem Suchtproblem.

Junge Erwachsene

Unsere Tochtergesellschaft Initiative für Kinder, Jugendliche und Familien GmbH bietet den ganzen Reigen der Hilfen zur Erziehung an. Wir leiten Betreuungsanfragen von jungen Erwachsenen daher in der Regel an diese altermäßig oft passenderen Angebote weiter. Die enge Zusammenarbeit beider Organisationen (z.B. in Form von Personalüberlassung und gemeinsamen Fortbildungen) ermöglicht die adäquate Betreuung von jungen Menschen, bei denen sich eine manifeste psychische Erkrankung andeutet. Mit fortschreitendem Lebensalter wäre dann im gegebenen Fall sehr leicht eine Betreuungsübernahme durch die Initiative…e.V. organisierbar.

Für eine Beratung durch unsere Tochtergesellschaft entnehmen Sie Informationen unter diesem Link https://ikjf.org/?page_id=1876

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Beratung und Aufnahme

Wenn Sie Interesse an einer Aufnahme ins Betreuten Wohnens haben, sprechen Sie uns an:
Waller Heerstraße 193, 28219 Bremen
Telefon: (0421) 478 77-0 oder per mail: beratung@izsr.de

Kooperationspartner*innen wenden sich gerne an unsere, ihnen bekannten, bereichspezifischen Ansprechpartner*innen in den Regionen.

Die persönliche Beratung erfolgt auf Wunsch durch eine Frau oder einen Mann.

Ihr Antrag auf Eingliederungshilfe nach dem SGB IX muss eingereicht werden bei dem

Amt für Soziale Dienste
Fachdienst Teilhabe
Hansator 11, 28217 Bremen

Dort können Sie auch beraten werden, informieren Sie sich gerne vorab hier https://www.gesundheitsamt.bremen.de/formulare-14759#Psychiatrie

Auch bei der EUTB (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung) finden Sie Rat https://www.teilhabeberatung.de

Wir übernehmen auch Betreuungen mit einer auswärtigen Kostenträgerschaft!

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Beschwerde | Fürsprache

Da, wo Menschen zusammenkommen, passieren Dinge, mit denen nicht alle einverstanden sind. Auch im Betreuten Wohnen kann das vorkommen. Erwartungen, die nicht erfüllt werden, schlechte Leistungen, Missverständnisse können genauso Gründe sein sich zu beschweren, wie unterschiedliche Ansichten von einer „hilfreichen“ Betreuung.

Unser hier verlinkter „Ampelflyer kann Ihnen helfen die Vorgänge einzuordnen. Wir möchten Sie damit ermuntern, Ihren unguten Gefühlen zu trauen und Aufklärung zu verlangen bzw. sich Unterstützung im Beschwerdeprozess zu holen.

Wenn sich die Unzufriedenheit nicht mit dem Betreuungsteam auflösen lassen kann, wenden Sie sich bitte an die Leitung des Betreuten Wohnens oder den Vorstand. (siehe Kontakt)
Wir bemühen uns dann, den Missstand aufzuklären und für eine Verbesserung der Situation zu sorgen.
Nutzen Sie dafür gerne den hier verlinkten Beschwerdebogen „Ihre Meinung ist uns wichtig!

Auch der Nutzer*innenbeirat ist ansprechbar und kann Sie im Beschwerdeprozess als Ihre Interessenvertretung unterstützen (siehe Menüpunkt).

Gerne weisen wir auch auf erfahrene Fürsprecher*innen der unabhängigen Beschwerdestellen in den Gemeindepsychiatrischen Verbünden hin, diese beraten und begleiten Sie kompetent und unabhängig von der Organisation, über die Sie sich beschweren. (siehe unten)

Mit Beschwerden können Sie sich auch an den Fachdienst Teilhabe (Amt für soziale Dienste oder Gesundheitsamt) wenden, der unsere Leistungen bezahlt und koordiniert.
Unsere Aufsichtsbehörde ist die Wohn- und Betreuungsaufsicht, auch hier finden Sie Ansprechpartner*innen, wenn eine Beschwerde nicht auf anderen Wege geklärt werden kann.

Unabhängige Fürsprache- und Beschwerdestelle

Bremen organisiert die Zusammenarbeit der verschiedenen Anbieter*innen im psychosozialen Hilfesystem in „Gemeindepsychiatrischen Verbünden“. Diese sind für die Stadtregionen Mitte, West, Süd, Ost und Nord gegründet worden.

Ein wesentliches Element war dabei der Aufbau von unabhängigen Fürsprache- und Beschwerdestellen. Diese sind besetzt mit Genesungsbegleiter*innen, die nach eigener Krisenerfahrung und Abschluss der EX-IN Qualifizierungsmaßnahme als sogenannte Peer-Berater*innen tätig sind. Vertraulich, parteilich, unbürokratisch und kostenfrei wird Ihnen dabei geholfen, im Beschwerdeprozess eine selbstbewusste Position einzunehmen und für sich einzutreten. Wenn dies gewünscht wird, können Vermittlungsgespräche von den Fürsprecher*innen begleitet werden.

Informieren Sie sich über die unabhängigen Fürsprache- und Beschwerdestellen in den Stadtregionen:

Mitte · West · Süd · Ost · Nord

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Aktiv werden

Freizeit

Die Teams im Betreuten Wohnen geben immer wieder Anregung die Freizeit sinnvoll zu gestalten und bieten gelegentliche Ausflüge oder auch Gruppenfahrten an. Bringen Sie gerne Ihre Ideen ein!

Wenn Sie in das Betreute Wohnen aufgenommen werden, erhalten Sie in unserer Begrüßungsmappe eine umfangreiche Broschüre „Gemeinsam aktiv werden“ (Download). Darin haben die Initiative…e.V. und ihre Tochtergesellschaften ein anregendes Angebot zusammengetragen,

  • die Freizeit sinnstiftend zu gestalten,
  • Treffpunkte aufzusuchen, um mit Anderen in Kontakt zu kommen,
  • Arbeit oder Beschäftigung zu finden,
  • mit Hilfe von Bildungsangeboten Erfahrungen auszutauschen und zu sich selbst zu finden.

Bitte fühlen Sie sich eingeladen!
Termine und andere Umstände können sich verändern. Nehmen Sie bitte Kontakt mit den Ansprechpartner*innen auf oder befragen Sie Ihre Betreuer*innen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Ideen zur Weiterentwicklung unseres Programms haben, auch wenn Sie selber als Anbieter*in von Gruppen aktiv werden wollen.

Inklusionsprojekt im Drogenbereich und Gartenparzelle in Bremen-Findorff

Teilhabemöglichkeiten für Nutzer*innen des Drogenbereichs zu verbessern, ist das Ziel unseres Inklusionsprojekts, das im Tandem (pädagogische und erfahrener Mitarbeiter*in) durchgeführt wird. Zentrales Element ist dabei die Bewirtschaftung einer Gartenparzelle in Bremen-Findorff, welche gerne von allen Nutzer*innen und Mitarbeiter*innen des Betreuten Wohnens besucht werden kann.

Die offene Gartenzeiten sind montags von 14–17 Uhr und donnerstags von 11–15 Uhr. Am letzten Mittwoch im Monat von 17–20 Uhr bieten wir ein frühabendliches Treffen an, zum Grillen, Schnacken, Federball spielen usw. Für beide Angebote bitten wir um Anmeldung.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf über inklusion-db@izsr.de oder 0152 373 544 63

IRRTURM

Der IRRTURM wurde 1988 als Zeitungsinitiative gegründet, seitdem werden jährlich Veröffentlichungen herausgebracht. Die Gruppen haben einen starken Selbsthilfe-Charakter und sind offen für Interessierte.

In der IRRTURM-Literaturgruppe schreiben Psychiatrieerfahrene Texte zu einem Jahresthema und fertigen Illustrationen an, die Redaktionsgruppe diskutiert und wählt aus. Im jährlichen Pressefest wird die Neuerscheinung vorgestellt und es wird gefeiert.

Die Reportagegruppe „Wörterwerkstatt“ befasst sich mit aktuellen (psychiatrie-) politischen Themen und veröffentlicht Beiträge auf der Homepage oder als Sonderausgabe.

Bitte informieren Sie sich hier https://www.irrturm.info

Arbeit Beschäftigung

Eine zufriedenstellende Arbeit oder Beschäftigung zu finden, kann ein wichtiger Beitrag zur Genesung sein. In der Betreuung möchten wir Sie motivieren tätig zu werden. Sind Sie sich allerdings sicher, dass Ihnen eine Beschäftigung außer Haus nicht gut tut oder Sie bereits das Rentenalter erreicht haben, respektieren wir, wenn die Arbeitssuche für Sie kein Thema ist.

In Bremen gibt es verschiedene Möglichkeiten Beschäftigung zu finden, aber der Arbeitsmarkt und die Förderwege sind manchmal unübersichtlich. Lassen Sie sich nicht entmutigen! Mit Hilfe der Mitarbeiter*innen des Betreuten Wohnen werden Sie Interessen und Fähigkeiten entdecken und Ideen für eine Beschäftigung können konkret werden. Art und Umfang der Tätigkeit sollen zu Ihren Wünschen und Ihrem Leistungsvermögen, aber auch zu Ihrem gesetzlichen Anspruch auf Arbeitsförderung passen.

Wir hoffen, dass wir bald einen eigenen Beschäftigungsbereich aufbauen können und damit verschiedene Tätigkeiten für eine Arbeitszeit zwischen 5 und 15 Stunden anbieten können.

Um einen Überblick über die viele Organisationen in Bremen zu bekommen und Sie dabei zu unterstützen, Ihren Weg in die Arbeit zu finden, bietet das Projekt „Arbeit im Fokus“ Beratung und Coaching an. Das Beratungsteam ist Teil von „FOKUS – Zentrum für Bildung und Teilhabe“. Bitte informieren Sie sich hier https://arbeitimfokus.de

FOKUS qualifiziert außerdem EX-IN Genesungsbegleiter*innen und fördert durch verschiedene Maßnahmen und Projekte deren Beschäftigung. Wenn Sie schon einige Krisenerfahrungen hinter sich haben und sich stabil fühlen, können Sie vielleicht über diesen Weg Arbeit als Peerberater*in finden. Informationen dazu finden Sie hier https://ex-in.info

In unseren Stadtteilangeboten „Wilder Westen“ und Café Abseits finden In-Jobber*innen (Voraussetzung ist hierbei der Bezug von Arbeitslosengeld II) Beschäftigung als Küchenhelfer*innen oder Kinderbetreuer*innen. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Fallmanagement und außerdem hier https://wilder-westen-bremen.de
https://cafe-abseits-bremen.de

Besonders aufmerksam machen möchten wir auf die Angebote unserer 100 % Tochtergesellschaft: Gesellschaft für integrative Beschäftigung mbH (GiB). Dort finden Sie u. a. Arbeit in der Gastronomie und in Stadtgarten-Projekten. Weitere Informationen hier http://www.gib-bremen.info

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FOKUS – Zentrum für Bildung und Teilhabe

Inklusion, Empowerment und Recovery

Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung von Bildungsangeboten im psychosozialen Bereich sowie für Unternehmen und Organisationen, dabei verfolgen die Grundsätze von Inklusion, Empowerment und Recovery. Profis und Erfahrene arbeiten bei uns koproduktiv und im Tandem. Wir realisieren

  • Bildungsangebote für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, z. B. EX-IN Qualifizierung
  • Fortbildungen für professionell tätige Berufsgruppen im psychosozialen Bereich
  • Bildungsangebote mit trialogischem Ansatz
  • Begleitung des selbsthilfeorientierten Projekts IRRTURM
  • Organisationsentwicklung für mehr gesellschaftliche Teilhabe und niedrigschwelligen Zugang zu Bildung für vulnerable Zielgruppen
  • Beratung und Bildungsangebote für Organisationen und Unternehmen
  • Koordination von nationalen und internationalen Bildungs- und Teilhabeprojekten
  • Kooperationen und nachhaltige netzwerkorientierte Aktivitäten

In zwei großen Projekten haben wir uns zum Thema „Arbeit und Beschäftigung“ weiterentwickelt: Unternehmen inklusiv (Aktion Mensch gefördert) und Arbeit im Fokus (ESF gefördert). Ein weiteres Aktion Mensch Projekt dient dem Aufbau eines Empowerment-College.

Informieren Sie sich über dies und mehr unter https://fokus-fortbildung.de

Wilder Westen | Café Abseits

In unseren gemeinwesenorientierten und niedrigschwelligen Angeboten im Spiel- und Gemeinschaftshaus „Wilder Westen“ in Bremen-Gröpelingen und im Café Abseits in Bremen Osterholz-Tenever bieten wir Beschäftigung für In-Jobber*innen und bereichern das Leben der Nachbarschaft.

Wenn Sie Arbeitslosengeld II beziehen und eine In-Job Beschäftigung suchen, sprechen Sie uns und ihre/n Fallmanager*in beim Jobcenter an. Bei uns können Sie in den verschiedenen Bereichen berufspraktische Erfahrungen sammeln.

Wilder Westen – Gemeinschafthaus

In unserem Treffpunkt für Anwohner*innen können Sie sich wohlfühlen. Hier gibt es nette Kontakte und die Suppenküche versorgt Sie mit gutem und günstigem Essen. Wir fördern das nachbarschaftliche Zusammenleben und geben Ihnen bei Bedarf Tipps für viele Lebenslagen.

Wilder Westen – Spielhaus

Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren können hier unangemeldet gemeinsam ihre Zeit verbringen und zum Spielen, Basteln oder Malen ins Spielhaus kommen. Nach Anmeldung bekommen Grundschulkinder ein kostenloses Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung. Die Mädchengruppe lädt Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren ein.

Café Abseits

In unserem Treffpunkt für Anwohner*innen können Sie sich wohlfühlen. Hier gibt es nette Kontakte und gutes, günstiges Essen. Wir unterstützen Langzeitarbeitslose, Drogen- oder Suchtgefährdete sowie deren Familien. Auch bei Problemen in anderen Lebenslagen versuchen wir Ihnen Wege zur Hilfe aufzuzeigen. Es gibt die Möglichkeit Wäsche zu waschen und zu trocknen. Bei uns ist auch Spritzentausch möglich. Dem Café Abseits ist ein Streetwork-Projekt angegliedert.

Besuchen Sie unsere Internetseiten
https://wilder-westen-bremen.de
https://cafe-abseits-bremen.de


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Modellprojekt: Doing Gender

Informationen zur Nutzer*innenbefragung „Geschlecht im psychiatrischen & Suchthilfesystem“ und zur Fortbildungsreihe „Trans* und inter* Menschen inkludieren“ siehe Aktuelles

Entstehung Projekt Doing Gender und AG Gender
Die AG Gender ist 2007 vom Fachausschuss Allgemeinpsychiatrie der Zentralen Arbeitsgruppe zur Versorgung psychisch kranker und suchtkranker Menschen in der Stadtgemeinde Bremen (ZAG) gegründet worden. Ziel des Netzwerks ist sicherzustellen, dass alle Geschlechter die psychiatrischen Unterstützungsangebote in Bremen gleichberechtigt nutzen können. Das Projekt „Doing Gender“ ist seit Oktober 2020 mit Modellmittel der Senatorin für Gesundheit bei der Initiative…e.V. aufgebaut worden.

Aktuelle Mitglieder der AG Gender:
Die Mitglieder der AG Gender sind teils Mitarbeiter*innen als auch Leitungskräfte im psychiatrischen Versorgungssystem, sind (ehemalige) Nutzer*innen, Menschen mit Expertisen aus trans* Communities und Menschen mit Expertisen aus unterschiedlichen sozialen Feldern und Lebenserfahrungen.
In der AG Gender vertretene Organisationen sind: Initiative…e.V. • Frauenraum EigenArt • Innere Mission • Arbeiter Samariter Bund • Ameos Klinikum Dr. Heines • Bremer Werkgemeinschaft

Gender Leitlinien 2011
Der Bremer Senat hat 2011 die von der AG Gender verfassten Leitlinien für eine geschlechtergerechte psychiatrische Versorgung in Bremen beschlossen. Darin identifiziert die AG Gender zentrale Unterschiede in der Versorgung zwischen Frauen und Männern und gibt Vorschläge für eine geschlechtergerechtere Versorgung. Zehn Jahre später sollen die Gender Leitlinien überarbeitet werden.

Ziele Projekt Doing Gender und AG Gender 2021

  • Alle Geschlechter in den Gender Leitlinien inkludieren:
    • Frauen und Männer die trans* und/oder inter* sind
    • Frauen und Männer die cis- und endogeschlechtlich sind
    • Menschen, deren Geschlecht außerhalb einer zweigeschlechtlichen Vorstellung liegt, z. B. nichtbinäre, genderqueere und ageschlechtliche Menschen
  • Implementierung der Gender-Leitlinien vorantreiben
  • Nutzer*innenbefragung zu geschlechterbasierten Barrieren im psychiatrischen- und Suchthilfesystem Bremens
  • Austausch zum Ausbau männerspezifischer Angebote
  • Mithilfe des kostenfreien Fortbildungspakets „Trans* und inter* Menschen inkludieren“:
    • Wissen zu Trans- und Intergeschlechtlichkeit erlangen
    • Mehr Sicherheit im Umgang mit trans* und inter* Menschen erhalten
    • Barrieren identifizieren und abbauen, die eine Teilhabe von trans* und inter* Menschen an der psychiatrischen Versorgung erschweren oder verhindern
    • Möglichst viele Mitarbeitende aller Organisationen und Fachbereiche erreichen
    • Eine trans* und inter* inkludierende Versorgung auf individueller, Teamebene und struktureller Ebene ermöglichen
  • Veröffentlichung der neuen Gender Leitlinien Ende 2021

Ansprechpartner*innen
Caan Hollenbach und Anna Koddenbrock
Tel.: 0152 1304 6887 (Mo. 10 – 16 Uhr und Do 10 – 12 Uhr)
doing.gender@izsr.decaan.hollenbach@izsr.deanna.koddenbrock@izsr.de

Ansprechpartner*innen in Bremen für die Beratung von trans* und inter* Menschen, LSBTQI, Multiplikator*innen, Fachkräften und Angehörigen: hier herunterladen

Hilfreiche Begriffe im Sprechen über geschlechtliche Vielfalt: hier herunterladen

Dieser Clip zu trans* und inter* im Gesundheitswesen vom Bundesverband Trans* gibt einen kleinen Einblick über alltägliche Hürden, die trans* und inter* Menschen dort erleben:
https://www.bundesverband-trans.de/­portfolio-item/­aufklaerungsvideo-gesundheitswesen/­

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Frauenraum EigenArt

Der Frauenraum Bremen bietet einen Ort der Begegnung für Frauen mit und ohne Psychiatrie-Erfahrung. In einem geschützten Rahmen und mit einem vielfältigen Programm können Frauen Kontakte knüpfen und ihre Stärken (wieder-)entdecken und ausbauen.

Die Räume befinden sich in der Dölvesstraße 8 in Bremen-Hastedt.

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag und Donnerstag von 11 bis 17 Uhr
Mittwoch von 9:30 bis 17:00 Uhr
Freitag von 11:00 bis 15:30 Uhr.

Sie können jederzeit ohne Anmeldung den Frauenraum besuchen (Erstkontakte nicht in der Mittagszeit).

Telefon (0421) 790 11 800 oder info@frauenraum-bremen.de

Der Frauenraum EigenArt ist ein Angebot in Kooperation der Träger

  • Verein für Innere Mission
  • Arbeiter-Samariter-Bund – Gesellschaft für Seelische Gesundheit mbH
  • Gesellschaft für ambulante psychiatrische Dienste GmbH
  • Initiative zur sozialen Rehabilitation e.V.

Näheres siehe www.frauenraum-bremen.de oder im Flyer

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